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65 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen: Eine Geschichte, die auch unsere eigene ist

11 minutes ago
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Auf Einladung der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Natalie Pawlik, nahm der Tuğçe Albayrak e.V. am Festakt zum 65. Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens in Berlin teil. Eine Veranstaltung, die nicht nur an eine wegweisende politische Entscheidung erinnerte, sondern vor allem die Menschen und ihre Lebensgeschichten in den Mittelpunkt stellte.


Staatsministerin Natalie Pawlik und Teilnehmer*innen der Paneldiskussion beim Festakt: Tekin Nasikkol, Dr. Zahide Özkan, Hülya Erdogan, Özcan Mutlu, Özge Uslu


Berlin, 20.10.2026


Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei das Anwerbeabkommen. In den folgenden Jahren machten sich zahlreiche Menschen auf den Weg nach Deutschland, um hier zu arbeiten und sich eine Zukunft aufzubauen. Viele von ihnen gingen zunächst davon aus, eines Tages in ihre Heimat zurückzukehren. Doch aus einem vorübergehenden Aufenthalt wurde für viele ein dauerhaftes Zuhause.


Sie arbeiteten in Fabriken, im Bergbau und in zahlreichen weiteren Bereichen, gründeten Familien und gestalteten das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben Deutschlands über Generationen hinweg mit.


Heute ist die Geschichte dieser Menschen ein untrennbarer Teil der deutschen Geschichte.


Zwischen Anerkennung und schmerzhaften Erinnerungen


Im Rahmen des Festakts hielten Staatsministerin Natalie Pawlik, Bundeskanzler Friedrich Merz sowie der Botschafter der Republik Türkiye in Deutschland, Gökhan Turan, Ansprachen.

Die Menschen, die damals hierher gekommen sind, haben stark zum wirtschaftlichen Aufbau und zur kulturellen Entwicklung Deutschlands beigetragen.


Doch die Geschichte der deutsch-türkischen Migration ist nicht ausschließlich eine Erfolgsgeschichte. Sie ist ebenso geprägt von Entbehrungen, Ausgrenzung und Rassismus.


Die rassistischen Brandanschläge von Mölln und Solingen, die rechtsterroristische Mordserie des NSU sowie der rassistische Terroranschlag von Hanau am 19. Februar 2020 gehören zu dieser Geschichte.


Die Erinnerung an diese Verbrechen und an die Menschen, die ihr Leben verloren haben, ist ebenso wichtig wie die Anerkennung der gesellschaftlichen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.


  • Natalie Pawlik, Staatsministerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration


Eine Geschichte, die auch unsere eigene ist

Für uns als Tugçe Albayrak e.V. besitzt dieses Jubiläum eine besondere persönliche Bedeutung, denn ohne das deutsch-türkische Anwerbeabkommen würde es unseren Verein heute nicht geben.


Erinnern, anerkennen und Verantwortung übernehmen


Der Festakt in Berlin bot Raum für Begegnungen, persönliche Erinnerungen und die Würdigung der Menschen, die Deutschland über Generationen hinweg mitgestaltet haben.


Wir danken Staatsministerin Natalie Pawlik herzlich für die Einladung und dafür, dass diesem bedeutenden Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte und insbesondere den Menschen dahinter die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt wurde.


Unser besonderer Respekt gilt den Menschen der ersten Generation, ihren Familien und allen, die mit ihrem Mut, ihrer Arbeit und ihrer Lebensleistung den Weg für nachfolgende Generationen geebnet haben.



Ansprechpartnerin: Naomi Yeboah

Praktikantin


 
 
 

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