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Alltagshelden im Methodenkoffer der Stadt Offenbach

5 days ago
3 min read

Unsere „Alltagshelden“-Workshops werden ab 2026 dauerhaft in den Offenbacher Methodenkoffer aufgenommen. Vorausgegangen ist eine Pilotphase an drei Schulen, die bei Schüler*innen und Lehrkräften auf positive Resonanz gestoßen ist. Für uns als Tugçe Albayrak e.V. ist das eine wichtige Anerkennung unserer Bildungsarbeit – und die Möglichkeit, Zivilcourage und Selbstschutz langfristig in der schulischen Prävention vor Ort zu verankern.


Alltagshelden-Workshop mit Theaterpädagog*Innen


Wie kann ich helfen, wenn jemand bedroht wird? Was kann ich tun, bevor ein Konflikt eskaliert? Und wie behalte ich dabei meine eigene Sicherheit im Blick? Mit diesen Fragen beschäftigen sich junge Menschen in unseren Alltagshelden-Workshops. Sie sprechen nicht nur darüber, sondern erproben gemeinsam unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.


Von der Pilotphase zum dauerhaften Angebot


Den Anstoß für die Zusammenarbeit gab die städtische Lenkungsgruppe Prävention, in der unser Vorsitzender Dogus Albayrak das Workshopformat vorstellte. Anschließend konnten wir Alltagshelden an der Mauerfeldschule, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Albert-Schweitzer-Schule umsetzen. Finanziert wurden die Pilot-Workshops über den Offenbacher

Methodenkoffer.


Zehra Ergi, Koordinatorin und Projektleitung des Methodenkoffers zur Gewaltprävention beim Jugendamt, begleitete die Pilotphase. Sie hebt hervor, wie sich die Jugendlichen auf die theaterpädagogische Arbeit einließen und gemeinsam alternative Konfliktlösungen entwickelten, die auch später im Schulalltag aufgegriffen werden können.


Die positiven Rückmeldungen der beteiligten Schüler*innen und Lehrkräfte haben dazu beigetragen, dass aus der Erprobung nun ein dauerhaftes Angebot wird. Über den Methodenkoffer können Offenbacher Schulen eine Finanzierung der Workshops beantragen.


Zivilcourage erproben – ohne den Selbstschutz zu vergessen


Unsere vierstündigen Workshops werden von Theaterpädagog*innen des Vereins durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikation und die Frage, wie das Verhalten Einzelner eine Gruppe oder einen Konflikt beeinflussen kann.


Ausgangspunkt ist Tugçes Geschichte und anschließend eine szenische Arbeit in der die Jugendlichen die Ausgangssituation gemeinsam nach stellen und deeskalierende Handlungmöglichkeiten erproben. Danach entwickeln sie mit unseren Theaterpädagog*innen eigene Situationen aus ihrem Alltag.


Dabei spielen sie unterschiedliche Verläufe durch: Welche Reaktion verschärft einen Konflikt? Was kann die Situation beruhigen? Wie verändert sich das Geschehen, wenn jemand anders handelt?


Unser Ziel ist, dass junge Menschen Handlungsmöglichkeiten kennenlernen, bevor sie selbst in eine schwierige Situation geraten. Es geht nicht darum, sich unüberlegt in Gefahr zu bringen, sondern besonnen, empathisch und ohne Gewalt zu handeln.


Warum uns die Arbeit in Offenbach besonders wichtig ist


Tugçe Albayrak ist 2014 in Offenbach ums Leben gekommen, nachdem sie sich für zwei Jugendliche eingesetzt hatte. Dass wir heute gerade hier mit jungen Menschen über Zivilcourage und Selbstschutz arbeiten können, hat für unseren Verein eine besondere Bedeutung.


Wir möchten die Erinnerung an Tugçe mit einer Aufgabe für die Gegenwart verbinden: Menschen darin bestärken, füreinander einzustehen und dabei verantwortungsvoll mit der

eigenen Sicherheit umzugehen.


Was Zusammenarbeit möglich macht


Die Entwicklung in Offenbach zeigt für uns, wie wichtig das Zusammenspiel von Schulen, kommunaler Prävention und zivilgesellschaftlichem Engagement ist. Aus einer gemeinsamen Erprobung entsteht ein Angebot, das einen festen Platz in der örtlichen Präventionsarbeit erhält.

Erik Geisler vom Förderverein Sicheres Offenbach hebt insbesondere den theaterpädagogischen Ansatz, die positive Resonanz aus der Pilotphase und den persönlichen Bezug zu Offenbach hervor.


Unser herzlicher Dank gilt dem Jugendamt Offenbach, Zehra Ergi, dem Förderverein Sicheres Offenbach und der Lenkungsgruppe Prävention für die Zusammenarbeit und die Unterstützung. Ebenso danken wir den beteiligten Schulen, Lehrkräften und Schüler*innen, die sich auf die Workshops eingelassen und ihre Perspektiven eingebracht haben.


Quelle: Katja Heßberger "Alltagshelden"-Workshops werden fest im Offenbacher Methodenkoffer verankert. RheinMainVerlag. 3.10.2026


Ansprechpartnerin:

Naomi Yeboah

Praktikantin


 
 
 

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