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Frankfurt hört zu – Zivilcourage wählen Filmpremiere, Magazinlaunch und politischer Dialog im CineStar Frankfurt



  1. Podiumsdiskussion über Schutzräume mit Frau Ringer (CDU) ,Carsten Menge (Geschäftsführer der Keko GmbH) ,Landesbeauftragte für Kinder und Jugendliche (Miriam Zeleke) und mit 2 Teilnehmer aus dem Publikum.

Frankfurt 09. März 2026


Am 9. März 2026 wurde das CineStar Metropolis Frankfurt zu einem besonderen Ort des Zuhörens, des demokratischen Dialogs und der Begegnung. Bei der Veranstaltung „Frankfurt hört zu – Zivilcourage wählen“ kamen rund 200 Gäste aus Zivilgesellschaft, Bildung, Kultur, Medien und Politik zusammen.

Der Eintritt zur Veranstaltung war kostenlos, dennoch waren alle verfügbaren Plätze im Kinosaal besetzt. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Frankfurter Stadtgesellschaft sowie Schülerinnen und Schüler der Liebigschule Frankfurt, die den Abend nutzten, um sich aktiv mit Fragen von Zivilcourage und demokratischer Verantwortung auseinanderzusetzen.

Der Abend verband drei zentrale Elemente:

  • die Premiere des Kurzfilms zum Projekt „Frankfurt hört zu“,

  • den Launch des ersten Magazins zu Zivilcourage in Frankfurt,

  • sowie einen öffentlichen Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik wenige Tage vor der Kommunalwahl.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Frankfurt hört zu – Stimmen der Courage“ des Tuğçe Albayrak e. V. und bringt Stimmen aus der Stadtgesellschaft zusammen, die sich in unterschiedlichen Bereichen für Zivilcourage einsetzen.

Die Jury würdigte den Workshop als ein Projekt, das Menschen befähigt, gewaltfrei und sicher Zivilcourage zu zeigen, und das auf eine Weise, die besonders inklusiv ist.



Ein Magazin über Zivilcourage in Frankfurt

Im Zentrum des Projekts steht ein Magazin, in dem 22 Persönlichkeiten aus Frankfurt porträtiert werden. Sie stehen stellvertretend für Menschen, die in Bildung, Kultur, Medien, Religion, sozialer Arbeit, Jugendarbeit oder Politik Verantwortung übernehmen und sich für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander einsetzen.

Der begleitende Kurzfilm, der an diesem Abend Premiere feierte, verbindet zentrale Aussagen aus den Interviews und macht sichtbar, wie unterschiedlich Zivilcourage im Alltag aussehen kann.



Auftakt mit Grußwort von Peter Fischer

Den offiziellen Auftakt des Abends bildete ein Grußwort von Peter Fischer, dem langjährigen Präsidenten von Eintracht Frankfurt.

Seine Teilnahme schlug zugleich eine symbolische Brücke zur Geschichte von Tuğçe Albayrak. Nach ihrem Tod hatte der Eintracht-Stürmer Haris Seferović beim Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund sein Trikot ausgezogen und darunter ein T-Shirt mit der Botschaft getragen:

„Tuğçe = Zivilcourage = Heldin = Mut“

Diese Geste wurde damals zu einem bundesweiten Zeichen für Zivilcourage und gesellschaftlichen Zusammenhalt.



Warum Politik und Zivilgesellschaft zusammenkommen

Nach der Filmpremiere sprach die Moderatorin Najima El Hadouchi mit Doğuş Albayrak, dem Bruder von Tuğçe Albayrak und Vorsitzenden des Tuğçe Albayrak e. V., über die Idee hinter dem Projekt.

Dabei ging es auch um die Frage, warum im Rahmen der Veranstaltung Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik eingeladen wurden.

Die Antwort liegt im Kern des Projekts:Zivilcourage entsteht im Alltag der Gesellschaft – braucht aber politische Rahmenbedingungen, die demokratische Räume schützen und stärken.

Gerade wenige Tage vor der Kommunalwahl sollte der Abend deshalb bewusst Zivilgesellschaft und Politik miteinander ins Gespräch bringen.


Zwei Podien – Stimmen der Zivilgesellschaft im Dialog mit der Politik

Im Zentrum der Veranstaltung standen zwei Podiumsrunden, in denen Protagonistinnen und Protagonisten aus dem Magazin mit Politikerinnen und Politikern aus der Frankfurter Kommunalpolitik diskutierten.

Das Besondere an diesem Dialogformat war die Kombination aus Hotseat und Fishbowl, die einen dynamischen und offenen Austausch ermöglichte.

 

Erstes Podium: Zivilcourage im Alltag

Im ersten Podium berichteten mehrere Protagonistinnen und Protagonisten aus dem Magazin über ihre persönlichen Erfahrungen mit Zivilcourage und gesellschaftlichem Engagement.

Teilnehmende waren:

  • Anna Russom, ehemalige Stadtschulsprecherin

  • Hassan Annouri, Musiker und Vorsitzender von Wir sind alles Frankfurter e. V.

  • Jasmin Khader, Preisträgerin des Deutschen Lehrkräftepreises 2025

Als politische Gesprächspartnerinnen nahmen teil:

  • Dr. Ina Hartwig (SPD)

  • Hilime Arslaner (Bündnis 90 / Die Grünen)

Die Politikerinnen nahmen dabei im sogenannten Hotseat Platz – einem offenen Gesprächsformat, in dem politische Vertreter direkt mit den Perspektiven der Zivilgesellschaft konfrontiert werden und unmittelbar auf deren Erfahrungen reagieren.


Zweites Podium: Demokratie, Verantwortung und Schutzräume

Im zweiten Podium wurde der Dialog fortgesetzt.

Hier diskutierten:

  • Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte

  • Carsten Menge, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur KEKO

  • Peter Fischer, ehemaliger Präsident von Eintracht Frankfurt

Als politische Gesprächspartnerinnen beteiligten sich:

  • Christina Ringer (CDU)

  • Dr. Daniela Mehler-Würzbach (Die Linke)

Auch in dieser Runde wechselten sich die Politikerinnen im Hotseat-Format ab und stellten sich direkt den Fragen und Perspektiven der Podiumsgäste.

 

Publikum wird Teil der Diskussion

Ein besonderer Moment des Abends war die Fishbowl-Phase im zweiten Podium.

Hier konnten auch Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung aktiv an der Diskussion teilnehmen.Nacheinander nahmen vier Personen aus dem Publikum auf dem freien Stuhl des Podiums Platz und beteiligten sich direkt am Gespräch.

Durch diese Kombination aus Hotseat und Fishbowl entstand ein ungewöhnlich offener Diskussionsraum, in dem Politik, Zivilgesellschaft und Publikum auf Augenhöhe miteinander sprechen konnten.

Das Format machte den Abend zu einem neuen, partizipativen Demokratieformat, das klassische Podiumsdiskussionen bewusst erweitert.

 

Ein Raum für Zuhören

„Ihr habt heute gesehen, wie unterschiedlich Zivilcourage aussehen kann. Wichtig ist, dass wir uns bewusst machen: Unsere Entscheidungen – als Individuum und als Gesellschaft – prägen die Richtung, in die sich unsere Gesellschaft entwickelt. Wenn wir im Alltag füreinander einstehen, können wir Zivilcourage gemeinsam leben.“

Doğuş Albayrak

Mit dem Projekt „Frankfurt hört zu“ möchte der Tuğçe Albayrak e. V. einen Raum schaffen, in dem Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen können.

 

Ein gemeinsames Projekt der Stadtgesellschaft

Die Veranstaltung wurde durch die Unterstützung verschiedener Partner ermöglicht, darunter

  • CineStar Metropolis Frankfurt

  • die Kommunikationsagentur KEKO

  • sowie Entdecker


Der Abend im CineStar Frankfurt zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an solchen Dialogformaten ist – und wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Zivilgesellschaft, Politik und Öffentlichkeit miteinander sprechen und voneinander lernen können.

Mit „Frankfurt hört zu“ ist damit ein neues Format entstanden, das Zivilcourage sichtbar macht und demokratische Dialogkultur in der Stadt stärkt.

 

Ansprechpartnerin: Talia Caliskan

  • Projektkoordination "Frankfurt hört zu"



 
 
 

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