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Kleine Schritte, große Wirkung. Kinder lernen, Haltung zu zeigen an der Bergwinkelschule (Schlüchtern)

Updated: Jul 23

Theater trifft Haltung


Das Workshop-Team des Tuğçe Albayrak e. V. mit engagierten Schüler:innen der KGS Niederrad. In einem inspirierenden Theaterworkshop wurden Mut, Empathie und Verantwortung erlebbar gemacht – ein starkes Zeichen für gelebte Zivilcourage im Klassenzimmer.
Zivilcourage beginnt früh: Mit Kreativität und Herz gestalten die Schulkinder einer 2. Klasse der Bergwinkelschule ihr Miteinander.


Schlüchtern, 02.06.25


Verantwortung wächst im Kleinen – wenn Kinder erleben, dass ihr Handeln zählt.


Am 2. Juni 2025 gestaltete der Tuğçe Albayrak e. V. gemeinsam mit einer zweiten Klasse der Bergwinkel-Grundschule in Schlüchtern einen lebendigen Projekttag rund um Mut, Mitgefühl und Haltung. Mit dem theaterpädagogischen Format „Alltagshelden – Zivilcourage erleben“ öffnete sich ein Erfahrungsraum, in dem Schüler:innen lernten, was es heißt, füreinander einzustehen. Koordiniert wurde der Workshop von Lea Beran, die die Zusammenarbeit mit viel Engagement unterstützte.

Die Bergwinkel-Grundschule zeichnet sich durch eine ganzheitliche, gesundheitsorientierte, künstlerisch-musische sowie sozialstrukturierte Kultur aus – ergänzt durch individuelle Förderung und starke Netzwerkstrukturen. Diese Elemente bilden einen idealen Hintergrund, um Zivilcourage nicht über Frontalunterricht, sondern als praktische, emotional spürbare Erfahrung zu vermitteln. Eine Schule, in der Gefühle benannt, Konflikte moderiert, Kunst als Ausdruck genutzt und Gemeinschaft gestärkt wird, schafft Räume, in denen junge Menschen lernen: Haltung beginnt im Alltagskontext. Und genau hier setzte unser Workshop mit dem Format „Alltagshelden“ an.


Theaterpädagogik als Erfahrungsraum für demokratische Kompetenzen


Unser interdisziplinäre Team, vertreten durch Tobias Varennes und Ulrike Fischer, setzte mit den 2. Klässler:innen konkrete Lebenssituationen in Szene: Konflikte beim Spielen, Rückzug aus Unsicherheit oder Beobachten ohne zu helfen. Durch Rollenspiele, Bewegung und Reflexion lernten die Kinder, wie Mitgefühl fühlbar und Eingreifen mutig wirken kann. Somit wurde Zivilcourage als Haltung gespürt – bewusstes Hinschauen, klare Körpersprache, ermutigendes Handeln. Schon einfache Gesten wie Blickkontakt oder gemeinsames Eingreifen wurden zu Ausdrucksformen gelebter Zivilcourage.



Wirkung, die im Alltag nachklingt


Die Kinder zeigten großes Interesse und reflektierten selbst: Was bedeutet es, sich einzusetzen? Lehrkräfte und Betreuende berichteten von wachsender Aufmerksamkeit untereinander, einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl und einer neuen Offenheit im Umgang mit Konflikten. Durch den Workshop erhielt die Schulalltagskultur spürbare Impulse. Die Kinder entwickelten Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein – ganz im Sinne des Namens Tugçes, die Zivilcourage als Haltung verstand, die im Alltag beginnt.


Zivilcourage im Schulalltag verankern


Zivilcourage zeigte sich an der Schule nicht in großen Reden, sondern in kleinen mutigen Gesten: im deutlichen Nein, im tröstenden Blick, im entschiedenen Eingreifen. Die Kinder entwickelten im Spiel neue Perspektiven auf Verantwortung – ehrlich, greifbar, nah an ihrem Alltag. Statt abstrakter Begriffe entstanden aus Erlebnissen Handlungsimpulse. Lehrkräfte beobachteten mehr gegenseitige Rücksicht, wachsendes Vertrauen und neue Gesprächsbereitschaft. Der Workshop wurde so zum Ausgangspunkt für ein soziales Lernen, das nicht bei der Theorie stehen bleibt – sondern im Schulalltag weiterlebt.



Ansprechpartnerin: Besarta Velija

Projektkoordination Alltagshelden

b.velija@tugcealbayrak.net | +49 151 265 866 05


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