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Mut wächst im Klassenzimmer an der Ludwig-Erhard-Schule in Unterliederbach

Updated: Jul 28

Ein Klassenzimmer wird zur Bühne für Mut und Mitgefühl


Das Workshop-Team des Tuğçe Albayrak e. V. mit engagierten Schüler:innen der KGS Niederrad. In einem inspirierenden Theaterworkshop wurden Mut, Empathie und Verantwortung erlebbar gemacht – ein starkes Zeichen für gelebte Zivilcourage im Klassenzimmer.
Das Workshop-Team des Tuğçe Albayrak e. V. mit engagierten Schüler:innen der Ludwig-Erhard-Schule (Unterliederbach). In einem inspirierenden Theaterworkshop wurden Mut, Empathie und Verantwortung erlebbar gemacht – ein starkes Zeichen für gelebte Zivilcourage im Klassenzimmer.


Frankfurt Unterliederbach, 05.02. & 26.03.-28.03.25


Was befähigt junge Menschen dazu, nicht wegzusehen – sondern Verantwortung zu übernehmen? Diesen zentralen Fragen gesellschaftlicher Teilhabe und demokratischer Resilienz widmete sich der Tuğçe Albayrak e. V. im Rahmen seines theaterpädagogischen Bildungsformats „Alltagshelden – Zivilcourage erleben“, das am 05. Februar 2025 und im Zeitraum vom 26.03.-28.03.24 an der Ludwig-Erhard-Schule in Frankfurt-Unterliederbach zur Umsetzung kam.


Die berufliche Schule im Frankfurter Westen, geprägt von einer vielfältigen Schülerschaft und einem langjährigen Engagement für Toleranz, Diversität und gesellschaftliche Teilhabe, erwies sich als idealer Ort, um junge Menschen nicht nur über Zivilcourage nachdenken zu lassen, sondern sie konkret erlebbar zu machen. Der Workshop verwandelte das Klassenzimmer für einen Tag in eine praxisnahe Lernumgebung für Haltung, Empathie und verantwortliches Handeln – zentrale Kompetenzen für eine demokratisch verankerte Zivilgesellschaft.


Koordiniert wurde der Workshop von Yesim Sert, die sich bereits im Vorfeld mit Nachdruck für eine Umsetzung stark gemacht hatte.



Theaterpädagogik trifft Demokratiebildung


Der Workshop wurde durchgeführt von Doğuş Albayrak, Tobias Varennes, Felix Lowkenz, Raphael Toro Quintero und Ulrike Fischer – einem interdisziplinären Team aus Theaterpädagogik, Bildungsarbeit und aktiv gelebter Erinnerungskultur. Die Teilnehmenden wurden im Workshop dazu angeregt, Zivilcourage nicht nur theoretisch zu definieren, sondern sie in all ihren Dimensionen – körperlich, emotional und kognitiv – zu erfahren. Mithilfe theaterpädagogischer Methoden entwickelten sie Szenen aus ihrer eigenen Lebensrealität, analysierten soziale Dilemmata und setzten sich mit konkreten Handlungsmöglichkeiten auseinander. Dabei erlernten sie, deeskalierende Körpersprache gezielt einzusetzen, Mut zu zeigen, wo Rückzug leichter erscheint, und Verantwortung zu übernehmen – sowohl im analogen Schulalltag als auch im digitalen Raum. Was häufig abstrakt bleibt, wurde so zu einer greifbaren Erfahrung, die sowohl das individuelle Bewusstsein stärkte als auch kollektive Handlungskompetenz förderte.



Wirkung, die bleibt: Zivilcourage als gelebte Haltung


Der Workshop hat nachhaltige Wirkung entfaltet – sowohl bei den teilnehmenden Jugendlichen als auch im pädagogischen Umfeld der Schule. Die Lehrkräfte zeigten sich beeindruckt von der emotionalen Tiefe der Auseinandersetzung, der Qualität des respektvollen Miteinanders und der Selbstreflexion, die die Schüler:innen während des Workshops entwickelten.


Empathie, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein wurden im Workshop nicht nur thematisiert, sondern durch die aktive Auseinandersetzung mit Alltagssituationen auch konkret erlebbar gemacht. Die beteiligten Jugendlichen entwickelten ein spürbares Bewusstsein für ihre eigene Handlungsfähigkeit und zeigten Bereitschaft, Verantwortung im sozialen Miteinander zu übernehmen. Die anschließende Rückmeldung der Schule machte deutlich: Das Projekt wirkte über den Tag hinaus – es entstand ein gemeinsames Verständnis von Haltung, das innerhalb der Lerngruppe weitergetragen wird. Aus einem Workshop wurde ein nachhaltiger Impuls – für den Einzelnen, die Klasse und die Schulgemeinschaft als Ganzes.



Förderpartnerschaften, die Wirkung ermöglichen


Unser besonderer Dank gilt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt (AmkA) sowie dem Hessischen Competence Center für Neue Verwaltungssteuerung (HCC). Ihre Unterstützung ermöglichte nicht nur die Umsetzung eines innovativen Bildungsformats, sondern war zugleich ein klares Signal für die gemeinsame Verantwortung, demokratische Werte im schulischen Alltag zu stärken.


In der Zusammenarbeit wurde ein praxisnaher Impuls gesetzt, der Jugendlichen Handlungskompetenz, Orientierung und Mut vermittelt hat – für eine aktive Rolle im sozialen Miteinander. Das Projekt verdeutlicht, dass Bildungsarbeit langfristig wirkt, wenn pädagogisches Know-how und gesellschaftliches Engagement ineinandergreifen.


Ansprechpartnerin: Besarta Velija

Projektkoordination Alltagshelden

b.velija@tugcealbayrak.net | +49 151 265 866 05


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