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„Wegsehen ist keine Option“ – Theaterprojekt zu Zivilcourage am Gymnasium Rahlstedt



Schüler:innen der 10 Klasse des Gymnasium Rahlstedt
Schüler:innen der 10 Klasse des Gymnasium Rahlstedt

Hamburg, 27.04.2026

Im Gymnasium Rahlstedt in Hamburg fand am 27. und 28. April 2026 die Aufführung des Theaterstücks „Wegsehen ist keine Option“ statt. Das Projekt wurde von Schüler*innen des Theaterkurses der 10. Klassen unter der Leitung von Yasemin Cec entwickelt und über einen Zeitraum von sieben Monaten intensiv erarbeitet.


Der Tuğçe Albayrak e. V. war zur Premiere eingeladen und durfte die Aufführung sowie den begleitenden Rahmen der Veranstaltung begleiten.


Zivilcourage als Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung

Ausgehend vom gesellschaftlich hochrelevanten Thema Zivilcourage setzten sich die Schüler*innen mit der Frage auseinander, was es bedeutet, in Situationen von Ungerechtigkeit nicht wegzusehen und Verantwortung zu übernehmen.


Das Stück nahm dabei Bezug auf den Fall der 23-jährigen Tuğçe Albayrak, deren Geschichte seit vielen Jahren ein zentraler Ausgangspunkt für die Arbeit des Vereins im Bereich Zivilcourage und Gewaltprävention ist. Die Anwesenheit von Familienangehörigen der Verstorbenen verlieh der Veranstaltung eine besondere emotionale und gesellschaftliche Bedeutung.


Im Rahmen der Veranstaltung richtete Doğuş Albayrak eine Dankesrede an die Anwesenden, in der er die Bedeutung von Erinnerungskultur, demokratischer Verantwortung und gelebter Zivilcourage hervorhob. Er betonte insbesondere, dass die Auseinandersetzung mit solchen Themen ein wichtiges Zeichen einer lebendigen und funktionierenden Demokratie darstellt.


Unter den Gästen befanden sich zudem Vertreter*innen aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft, darunter auch Aydan Özoğuz - Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemalige Staatsministerin, als Zuschauerin der Veranstaltung.


Intensive inhaltliche und künstlerische Arbeit der Schüler*innen

Die eineinhalbstündige Inszenierung zeigte eindrucksvoll, wie intensiv sich die beteiligten Schüler*innen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Im Zentrum standen Fragen nach Mut, Verantwortung und persönlichem Handeln im Alltag.


Dabei wurden keine einfachen Antworten präsentiert. Vielmehr reflektierte das Stück Unsicherheiten, Perspektiven und gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Zivilcourage.


Im Verlauf der Produktion wurden weitere Fälle und gesellschaftliche Beispiele einbezogen, recherchiert und gemeinsam diskutiert. Der Prozess war geprägt von intensiver Auseinandersetzung, kritischer Reflexion und einem hohen Maß an Eigenverantwortung der Schüler*innen.



Künstlerische Umsetzung

Die musikalische Begleitung durch Michael Reffi unterstützte die emotionale Wirkung der Inszenierung und ermöglichte einen niedrigschwelligen Zugang zu einem komplexen Thema.


Das Bühnenbild wurde von Schüler*innen des Kunstkurses unter der Leitung von Carolin Kreismer gestaltet. Ein zentrales Element bildete ein überdimensionales Bett, ergänzt durch Projektionen, die das Bühnengeschehen visuell verstärkten.


Ein großformatiges Bild von Tuğçe Albayrak bildete den zentralen Hintergrund der Inszenierung und unterstrich die thematische Verbindung zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Zivilcourage.



Wirkung und Einordnung

Die Aufführung wurde vom Publikum als eindrucksvoll, emotional und nachhaltig bewegend wahrgenommen. Sie zeigte eindrücklich, welches Potenzial in schulischen Projekten liegt, gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen und junge Menschen zur Reflexion zu ermutigen.


Für den Tuğçe Albayrak e. V. war die Veranstaltung ein starkes Beispiel dafür, wie Bildungsarbeit, künstlerische Praxis und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden werden können.


Im Zentrum der gesamten Auseinandersetzung stand die gemeinsame Botschaft der beteiligten Schüler*innen: Empathie stärken. Hinschauen statt wegsehen. Verantwortung übernehmen. Denn wegsehen ist keine Option.


Ansprechpartnerin: Talia Caliskan
  • Presse und Öffentlichkeitsarbeit

  • Projektkoordinatorin

 
 
 

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