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Theaterpädagogik als Demokratie-Impulse. Alltagsheldinnen an der Michael-Ende-Schule (Rödelheim)

Updated: Jul 29

Bühne frei für Zivilcourage


An zwei Projekttagen mit jeweils einer 6. Klasse der Michael-Ende-Schule in Frankfurt-Rödelheim setzte der Tuğçe Albayrak e. V. Theaterpädagogik gezielt als Medium ein, um demokratische Werte, Empathie und gesellschaftliche Resilienz erlebbar zu machen – genau dort, wo sie entstehen und wachsen: in der Begegnung mit anderen, im gemeinsamen Handeln und im gelebten Schulalltag.
An zwei Projekttagen mit jeweils einer 6. Klasse der Michael-Ende-Schule in Frankfurt-Rödelheim setzte der Tuğçe Albayrak e. V. Theaterpädagogik gezielt als Medium ein, um demokratische Werte, Empathie und gesellschaftliche Resilienz erlebbar zu machen – genau dort, wo sie entstehen und wachsen: in der Begegnung mit anderen, im gemeinsamen Handeln und im gelebten Schulalltag.


Frankfurt Rödelheim, 11.03. & 13.03.2025


Wie können junge Menschen ermutigt werden, Zivilcourage im Alltag zu leben? Dieser Frage widmete sich der Tuğçe Albayrak e. V. mit seinem theaterpädagogischen Format „Alltagshelden – Zivilcourage erleben“, durchgeführt an zwei Tagen mit zwei 6. Klassen der Michael-Ende-Schule in Frankfurt-Rödelheim. Koordiniert wurde das Projekt von Kristina Jürgs, deren Einsatz den Workshop entscheidend vorantrieb.


Die Michael-Ende-Schule im Frankfurter Stadtteil Rödelheim ist eine integrierte Grund-, Haupt- und Realschule, entstanden 1995 durch die Zusammenlegung der Arndt- und Körnerschule. Benannt nach dem Kinderbuchautor Michael Ende, steht die Schule für ein inklusives und vielfältiges Lernumfeld. Rund 400 Schüler:innen im Grundschulzweig – mit familiären Wurzeln in über 50 Nationen – profitieren von einem breit aufgestellten Förderkonzept. Neben Regelklassen gibt es Vorlauf- und Vorklassen sowie eine Intensivklasse zur Sprachförderung. Ein multiprofessionelles Team begleitet die Kinder ressourcenorientiert im Schulalltag. Als zertifizierte „Deutsche Schachschule“ fördert die Schule kognitive Kompetenzen auch spielerisch. Dank ihres pädagogischen Profils bot die Schule den idealen Rahmen, um Zivilcourage nicht nur zu thematisieren, sondern im Rahmen unseres Workshops konkret erfahrbar zu machen.



Theaterpädagogik trifft Demokratiebildung


Der Workshop wurde durchgeführt von Doğuş Albayrak, Tobias Varennes, Felix Lowkenz, Raphael Toro Quintero und Vanessa Ljevo – einem interdisziplinären Team aus Theaterpädagogik, Bildungsarbeit und aktiv gelebter Erinnerungskultur. Die Schüler:innen der beiden sechsten Klassen der Michael-Ende-Schule wurden eingeladen, Zivilcourage nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern in all ihren Dimensionen – körperlich, emotional und kognitiv – erfahrbar zu machen. Mithilfe von Rollenspielen, Körperarbeit und reflektierenden Übungen entwickelten sie Szenen aus ihrem eigenen Lebensumfeld, analysierten soziale Dilemmata und setzten sich mit konkreten Handlungsmöglichkeiten auseinander. Sie erprobten deeskalierende Körpersprache, erlernten bewusste Grenzsetzung und stärkten ihre Fähigkeit, in schwierigen Situationen Haltung zu zeigen – sowohl analog als auch im digitalen Raum.


Impulse in einer sensiblen Entwicklungsphase


Gerade die sechste Jahrgangsstufe steht an einem entscheidenden Übergang: zwischen Kindheit und Jugend, zwischen spielerischem Lernen und wachsendem Verantwortungsbewusstsein. In dieser sensiblen Entwicklungsphase setzte der Workshop gezielt Impulse – für ein empathisches Miteinander, einen respektvollen Umgang und den Mut, für andere einzustehen. Zivilcourage wurde dabei nicht als abstrakter Wert, sondern als konkrete, erlernbare Kompetenz erfahrbar. Die Auseinandersetzung mit Fragen wie „Wie reagiere ich, wenn andere ausgegrenzt werden?“ oder „Was braucht es, um die eigene Stimme zu erheben?“ förderte Selbstreflexion und soziale Handlungskompetenz.


Die Rückmeldungen der Schule machten deutlich: Der Workshop wirkte über die zwei Projekttage hinaus. Lehrkräfte berichteten von einer erhöhten Sensibilität im Miteinander, einer gestärkten Dialogfähigkeit und einem bewussteren Umgang mit Konflikten. So wurde aus dem Projekt ein nachhaltiger Impuls – für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und für eine Schulkultur, die demokratische Werte im Alltag erfahrbar macht.


Förderpartnerschaften, die Wirkung ermöglichen


Unser besonderer Dank gilt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Ihre Unterstützung ermöglichte nicht nur die Umsetzung eines innovativen Bildungsformats, sondern war zugleich ein klares Signal für die gemeinsame Verantwortung, demokratische Werte im schulischen Alltag zu stärken.


In der Zusammenarbeit wurde ein praxisnaher Impuls gesetzt, der Jugendlichen Handlungskompetenz vermittelte und sie ermutigte, Verantwortung in schulischen wie alltäglichen Konfliktsituationen zu übernehmen – ein Beitrag zu gelebter Demokratiebildung.


Ansprechpartnerin: Besarta Velija

Projektkoordination Alltagshelden

b.velija@tugcealbayrak.net | +49 151 265 866 05


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