Fünf Workshops für mehr Zivilcourage am Gymnasium Süd in Frankfurt
- Fabienne Fromm
- Jun 17
- 2 min read
Theaterpädagogik als Schlüssel zur Demokratieförderung
Wenn Mut im Schulalltag sichtbar wird: In fünf Workshops setzte sich die gesamte achte Jahrgangsstufe des Gymnasiums Süd mit Zivilcourage, Empathie und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander.

Schüler der 8. Klasse des Gymnasiums Süd lernen über Zivilcourage, gemeinschaftlichen Zusammenhalt und Verantwortung.
Frankfurt am Main, 08.–10.06.2026
Zivilcourage beginnt dort, wo junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen und in schwierigen Situationen nicht wegzusehen. Vom 8. bis zum 10. Juni 2026 war der Tuğçe Albayrak e. V. mit seinem theaterpädagogischen Bildungsformat „Alltagshelden – Zivilcourage erleben“ am Gymnasium Süd in Frankfurt zu Gast. Innerhalb drei Tage fanden insgesamt fünf Workshops statt: ein Workshop am Montag, den 8. Juni, zwei Workshops am Dienstag, den 9. Juni, sowie zwei weitere Workshops am Mittwoch, den 10. Juni 2026.
An der Workshopreihe nahm die gesamte achte Jahrgangsstufe des Gymnasiums Süd teil. Insgesamt setzten sich 117 Schüler mit der Frage auseinander, wie sie in ihrem Alltag Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und andere unterstützen können.
Zivilcourage mit Kopf, Herz und Körper erleben
Im Zentrum der Workshops stand nicht die reine Vermittlung theoretischen Wissens, sondern das gemeinsame Erleben und Erproben von Zivilcourage. Gerade in der achten Klasse spielen Fragen nach Zugehörigkeit, Anerkennung, Gruppendruck und der eigenen Position innerhalb einer Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Der Workshop bot den Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie sich mit alltäglichen Konflikten und sozialen Dynamiken auseinandersetzen konnten.
Die Schüler erprobten deeskalierende Körpersprache, klare Grenzsetzungen und empathische Möglichkeiten des Eingreifens. Sie konnten erfahren, wie Blickkontakt, Stimme und Körperhaltung das eigene Auftreten beeinflussen und wie bereits kleine Handlungen eine Situation verändern können. Zivilcourage wurde dadurch nicht als abstraktes oder unerreichbares Ideal vermittelt, sondern als konkrete Fähigkeit, die im Alltag eingeübt und weiterentwickelt werden kann.
Impulse, die über den Workshop hinauswirken
Was von den Workshoptagen bleibt, ist mehr als die Erinnerung an einzelne Rollenspiele. Die Jugendlichen nahmen neue Perspektiven und konkrete Handlungsmöglichkeiten für ihren Alltag mit. Sie konnten erfahren, dass Helfen unterschiedliche Formen annehmen kann und niemand eine schwierige Situation allein lösen muss.
Die Workshopreihe am Gymnasium Süd zeigt, wie theaterpädagogische Bildungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung und Persönlichkeitsstärkung leisten kann. Junge Menschen benötigen Räume, in denen sie gesellschaftliche Werte nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern praktisch erleben und ausprobieren dürfen. Die Workshops eröffneten einen solchen Raum und stärkten die Schüler darin, Ausgrenzung wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Stimme einzusetzen.
Gemeinsam für eine Schule mit Haltung
Mit den fünf Workshops am Gymnasium Süd konnte der Tuğçe Albayrak e. V. insgesamt 117 Schüler der achten Jahrgangsstufe erreichen. Die drei Workshoptage machten deutlich, dass Schule nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung ist, sondern auch ein wichtiger Erfahrungsraum für Mitgefühl, Verantwortung und demokratisches Handeln.
Unser herzlicher Dank gilt Carmen Moghadam für ihre engagierte Organisation und Begleitung der Workshopreihe. Ebenso bedanken wir uns bei den weiteren Lehrkräften, die die Klassen während der Workshops betreut und die Durchführung unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt den 117 Schüler, die sich offen, kreativ und mutig auf die Übungen, Gespräche und Perspektivwechsel eingelassen haben.
Wir hoffen, dass die gesetzten Impulse über die Workshoptage hinaus nachwirken: in den Klassen, auf dem Schulhof, in digitalen Räumen und überall dort, wo junge Menschen entscheiden können, nicht wegzusehen, sondern füreinander einzustehen.
Ansprechpartnerin: Fabienne Fromm
Projektkoordination










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