Stride Against Violence: Junge Menschen aus fünf Ländern setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt
- Doğuş Albayrak
- 16 hours ago
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Bad Soden-Salmünster wurde vom 16. bis 22. Juni 2026 zum zweiten Mal zum internationalen Treffpunkt für junge Menschen, die sich gemeinsam für Respekt, Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander einsetzen. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Stride Against Violence“ kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Italien, Nordmazedonien, Georgien und der Türkei zusammen, um sich eine Woche lang intensiv mit den Themen Gewaltprävention, Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Die internationale Jugendbegegnung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, voneinander zu lernen, kulturelle Unterschiede kennenzulernen und gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Ziel des Projekts war es, junge Menschen zu befähigen, aktiv gegen Gewalt, Hass und Diskriminierung einzutreten und sich als verantwortungsbewusste Mitglieder der Gesellschaft zu engagieren.
Gemeinsam lernen. Gemeinsam wachsen
Die Projektwoche war als gemeinsamer Lernprozess aufgebaut. Bereits nach der Anreise stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Durch gemeinsame Aktivitäten und den Austausch über unterschiedliche Kulturen entstand schnell eine vertrauensvolle Atmosphäre, die die Grundlage für die gesamte Woche bildete.
In den darauffolgenden Tagen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Ursachen von Gewalt, Vorurteilen und Diskriminierung. In Workshops lernten sie verschiedene Möglichkeiten kennen, wie Menschen in schwierigen Situationen Zivilcourage zeigen können. Dabei ging es nicht nur um theoretisches Wissen, sondern vor allem darum, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und Verantwortung für das eigene Umfeld zu übernehmen.
Rollenspiele und Gruppenübungen.
Die Jugendlichen versetzten sich in Alltagssituationen hinein, reflektierten gemeinsam ihr Verhalten und entwickelten Strategien, um Konflikte gewaltfrei zu lösen und Betroffenen beizustehen. So konnten sie das Gelernte direkt ausprobieren und wertvolle Erfahrungen für ihren Alltag sammeln.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam entwickelten die internationalen Teams Botschaften gegen Hass und Gewalt, beschäftigten sich mit Storytelling und Social Media und überlegten, wie junge Menschen andere für Themen wie Respekt, Vielfalt und gesellschaftliches Engagement begeistern können.
In den letzten Tagen planten die Teilnehmenden schließlich ihre gemeinsame öffentliche Aktion. Dabei übernahmen sie Verantwortung für Organisation, Aufgabenverteilung und Kommunikation und bereiteten sich darauf vor, ihre Botschaft auch außerhalb der Projektgruppe sichtbar zu machen.
Gemeinsam gegen Gewalt

Im Mittelpunkt der Projektwoche standen Workshops, Diskussionsrunden und interaktive Gruppenarbeiten. Dabei beschäftigten sich die jungen Menschen mit unterschiedlichen Formen von Gewalt, Vorurteilen und Diskriminierung sowie mit der Frage, wie jede und jeder Einzelne Verantwortung für ein respektvolles Miteinander übernehmen kann.
Neben der theoretischen Auseinandersetzung spielte auch der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Neue Freundschaften entstanden über Ländergrenzen hinweg und machten deutlich, wie wichtig internationale Begegnungen für gegenseitiges Verständnis und ein geeintes Europa sind.

Höhepunkt beim Spessartheldenlauf
Den emotionalen Höhepunkt der Projektwoche bildete die gemeinsame Teilnahme am 6. Spessartheldenlauf am 21. Juni 2026.
Gemeinsam mit mehr als 1.100 Läuferinnen und Läufern gingen die internationalen Gäste unter dem Motto „Laufen gegen Gewalt“ an den Start. Dabei stand nicht die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern die gemeinsame Botschaft: Gewalt hat keinen Platz, weder im Alltag noch in unserer Gesellschaft.
Für viele der internationalen Teilnehmenden war der Spessartheldenlauf ein besonderes Erlebnis. Die große Unterstützung entlang der Strecke und das starke ehrenamtliche Engagement hinterließen einen bleibenden Eindruck und machten deutlich, wie Sport Menschen unabhängig von Sprache, Herkunft oder Kultur verbinden kann. Gleichzeitig war der Lauf der sichtbare Abschluss einer Woche, in der die Jugendlichen gemeinsam gelernt, diskutiert und konkrete Ideen für mehr Zivilcourage entwickelt hatten.
Europa lebt vom Austausch

Das Erasmus+-Projekt zeigte eindrucksvoll, welchen Mehrwert internationale Jugendbegegnungen schaffen. Durch gemeinsame Aktivitäten, kulturelle Abende, Teamaufgaben und den offenen Dialog konnten Vorurteile abgebaut und neue Perspektiven gewonnen werden.
Die Projektwoche machte deutlich, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht an Landesgrenzen endet. Junge Menschen übernehmen Verantwortung, lernen voneinander und tragen die gemeinsamen Erfahrungen anschließend in ihre Heimatländer weiter. Dort werden sie die entwickelten Ideen in Schulen, Jugendgruppen und Vereinen weitergeben und so weitere Menschen für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander begeistern.
Ein Dank an alle Beteiligten
Ein besonderer Dank gilt allen internationalen Partnerorganisationen, den engagierten Betreuerinnen und Betreuern, den Gastfamilien, Ehrenamtlichen sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese besondere Woche möglich gemacht haben.
Ebenso bedanken wir uns bei allen Teilnehmenden, die mit Offenheit, Neugier und Engagement gezeigt haben, wie europäische Zusammenarbeit gelebt werden kann.
Die Projektwoche war weit mehr als ein Austauschprogramm – sie war ein gemeinsames Bekenntnis zu Respekt, Vielfalt und Frieden.

Stride Against Violence zeigt: Wenn junge Menschen Grenzen überwinden und gemeinsam handeln, entsteht ein starkes Europa - eines, das Haltung zeigt und Gewalt entschieden entgegentritt.
















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